Schüleraustausch in Neuseeland

Bin ich bereit für einen Schüleraustausch?

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Neue Sprache, neue Leute, neue Umgebung: Es braucht eine Menge Abenteuerlust, Anpassungsfähigkeit und Mut, sich auf einen Schulaufenthalt in Neuseeland einzulassen. Während der eine noch unentschlossen ist, ob er dieser Herausforderung gewachsen ist, sorgt sich die andere darum, ob die Schullaufbahn nach dem High School-Aufenthalt reibungslos weitergeht. Wieder andere machen sich gar nicht groß Gedanken nach dem Motto: „Ich kann mein Englisch verbessern und mal was anderes erleben? Wieso nicht?“

Wie du auch gestrickt bist: Es ist wichtig, sich im Vorhinein ausführlich zu informieren, damit der Neuseeland-Trip sowohl schulisch als auch für deine Persönlichkeitsentwicklung ein Erfolg wird. Mithilfe der Informationen, die du auf unserem Neuseeland Schulportal erhältst, rückt dein Traum jedenfalls in greifbare Nähe!

Welche Schulform ist für mich die richtige?

Schulbesuch 2

Du kannst in Neuseeland sowohl eine gemischte als auch eine Mädchen- bzw. Jungenschule besuchen. Den Unterschied zwischen staatlichen, konfessionellen und Privatschulen haben wir bereits hier erläutert. Auch der Besuch eines Internats ist möglich.

Sollte der Fokus deines Neuseeland-Aufenthaltes auf dem kulturellen Aspekt liegen, bist du in einem Programm mit Gastfamilie am besten aufgehoben. Den echten Kiwi-Lifestyle samt Tagesablauf, Freizeitaktivitäten und Umgang erlebst du eben nur in einer echten Kiwi-Familie. Such dir also eine High School mit dem Schwerpunkt oder in der Gegend aus, die dir zusagt. Hier kannst du dir einen Überblick über interessante Schulen in Neuseeland verschaffen und auch Kontakt mit ihnen aufnehmen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die für internationale Schüler zuständig sind, suchen dann nach erfolgter Anmeldung eine passende Gastfamilie im Umkreis aus.

Wenn der Schwerpunkt deiner Zeit in Neuseeland auf dem akademischen Bereich liegt, ist vielleicht eine Privatschule bzw. ein Internat das richtige für dich. Dank der höher ausfallenden Schulgebühren ermöglichen es diese Schulen, den Unterricht besonders anspruchsvoll und die Schulfächer karriereorientiert zu gestalten. In Internaten leben die Schülerinnen und Schüler – oder ein Teil von ihnen – auf dem Campus. Reine Internatsschulen sind eher selten und der tägliche Kontakt mit den einheimischen Tagesschülern ist eine Bereicherung. Der School Spirit und die lernfreundliche Atmosphäre sind dort jedenfalls besonders ausgeprägt. Lehrkräfte und Betreuungspersonen unterstützen dich in kleinen Lerngruppen dabei, schulisch das Beste aus dir herauszuholen!

Direkt bewerben oder mit Organisation?

Bei der Planung eines Schüleraustauschs gibt es viel zu organisieren. Mit der Auswahl der High School ist es nicht genug. Es müssen auch Hin- und Rückflug gebucht und ein Visum beantragt werden. Du solltest dich auch mit der neuseeländischen Lebensart auseinandersetzen, damit der Kulturschock nicht allzu groß ist. Manche Familien sind schon sehr erfahren in diesen Dingen – vielleicht war schon ein Geschwisterkind oder jemand aus dem näheren Bekanntenkreis zum Schulbesuch in Neuseeland - und erledigen diese Dinge mit ein wenig Recherche einfach selbst.

Für sie, aber auch alle anderen, die den direkten Weg gehen wollen, ist das Neuseeland Schulportal gedacht: Wir von MyStudyChoice geben dir umfassende Ratschläge zu vielen Themen, die vor und während deines Schulaufenthaltes in Neuseeland wichtig werden.

Wenn du und deine Familie darüber hinaus weitere Unterstützung bei euren Entscheidungen und bürokratischen Vorgängen wünscht, solltet ihr die Dienste einer Schüleraustauschorganisation in Anspruch nehmen. Die Mitarbeiter beraten bei der Auswahl der für dich passenden Schule, geben Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung und übernehmen weitestgehend die Korrespondenz mit der High School. Das kostet zwar zusätzlich Geld, doch dafür habt ihr bei allen Fragen und Problemen einen Deutsch sprechenden, mit beiden Kulturen vertrauten Ansprechpartner während des gesamten Aufenthaltes. Die Auswahl ist groß: Es gibt große und eher kleine, auf Neuseeland spezialisierte Anbieter, erfahrene und Neulinge, solche, die ihren Sitz in der Nähe deines Wohnortes haben oder von Auckland aus arbeiten. Die einen punkten mit einem günstigen Preis, die anderen bieten Orientierungscamps vor Ort oder Gruppenflüge an. Überlege dir, was dir bei deiner Organisation wichtig ist oder frage andere (ehemalige) Austauschschüler, mit wem sie gute Erfahrungen gemacht haben. Auf speziellen Messen oder Infoabenden kannst du in direkten Kontakt mit Mitarbeitern treten und dir einen Eindruck davon machen, ob das Konzept dir zusagt. Dann kannst du eine Vorentscheidung treffen und mit zwei oder drei Organisationen ein persönliches Beratungsgespräch vereinbaren. Achte aber darauf, dass die Organisation dich und deine Eltern erst einmal unverbindlich berät, also erst dann eine Gebühr verlangt, wenn ihr euch endgültig entschieden und einen Service-Vertrag unterschrieben habt.

Grundsätzlich sind in Neuseeland die Schulen, die ein Programm für internationale Schüler wie dich anbieten, bestens organisiert. Du findest vor Ort jederzeit erfahrene Ansprechpartner, egal, ob es sich um schulische Fragen handelt oder du Unterstützung rund um den Gastfamilienaufenthalt oder die Freizeit benötigst. Regelmäßig trifft man sich im Raum für die Internationals, um sich mit den Betreuern und Mitschülern auszutauschen. Dabei werden auch gemeinsame Aktivitäten und Ausflüge besprochen.

Unser Tipp: Empfehlenswert ist ein selbstorganisierter Schulaufenthalt in Neuseeland für Familien, die bereit zur Eigenrecherche sind, vielleicht schon Auslandserfahrung gesammelt haben und denen die Kommunikation in englischer Sprache leicht fällt.

Das richtige Timing für dein Neuseeland-Abenteuer

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Damit das Auslandsjahr in jeder Hinsicht ein Gewinn ist, solltest du dir zuerst Gedanken darüber machen, wann in deiner Schullaufbahn der geeignete Zeitpunkt ist. Wenn du das Gymnasium in einem Bundesland besuchst, in dem man zwölf Jahre bis zum Abitur braucht, gehst du am besten in der zehnten Klasse ins Ausland. So bist du rechtzeitig für die Qualifizierungsphase zurück. Lebst du in einem G9-Bundesland oder willst das Schuljahr sowieso wiederholen, solltest du nach der zehnten Klasse nach Neuseeland gehen. Schülerinnen und Schüler von Realschulen oder andere, die Prüfungen zur Mittleren Reife ablegen müssen, schließen einen Schüleraustausch ebenfalls am besten an die zehnte Klasse an.

Term- oder Halbjahresaufenthalte vor der Qualifizierungsphase sind in der Regel kein Hindernis für eine Versetzung ins nächste Schuljahr. Bei einem ganzen Auslandsjahr unterscheiden sich die Vorgaben zwischen den deutschen Bundesländern teilweise stark. Mach dich also rechtzeitig mit den Richtlinien vertraut, die dein Bundesland für Auslandsaufenthalte und Versetzung vorgibt. Informationen erhältst du beim jeweiligen Schulministerium. Die Kultusministerkonferenz (KMK), der Zusammenschluss aller deutschen Schulministerien, stellt auf ihrer Website eine Linksammlung zum Thema Schüleraustausch zur Verfügung: https://www.kmk-pad.org/service/laenderinformationen.html. Auch mit deiner deutschen Schule solltest du sowieso einen Gesprächstermin vereinbaren, um dich für die Zeit in Neuseeland beurlauben zu lassen und, im Idealfall, weitere Tipps zu erhalten.

Übrigens: Es hat auch gewisse Vorteile, zu Beginn des neuseeländischen Schuljahres ab Ende Januar in den Auslandsaufenthalt zu starten. Du kommst direkt in den dortigen Hochsommer und hast zum Schuljahresbeginn die besten Möglichkeiten, was manche Kurse und Sportteams betrifft. Empfehlenswert ist hier ein Semester in der zweiten Hälfte der zehnten oder, wenn du dich schon reif genug fühlst und vielleicht auf ein ganzes Schuljahr verlängern willst, der neunten Klasse.

Manche Jugendliche möchten zuerst die Schule mit dem Abitur abschließen, bevor sie für einen High School-Aufenthalt ins Ausland gehen. Auch dies ist an einigen Schulen in Neuseeland möglich. Gerade für besonders junge Schulabsolventen, die noch nicht alt genug für ein Au Pair- oder Work and Travel-Jahr sind, ist ein Schüleraustausch nach dem Abitur eine interessante Option.

Die Dauer

Wie lange ein Auslandsaufenthalt während der Schulzeit idealerweise dauert, hängt von mehreren Faktoren ab. Vieles spricht dafür, ein ganzes Schuljahr in Neuseeland zu bleiben. Man erlernt die englische Sprache besonders intensiv, hat viele Möglichkeiten der Fächerwahl und kann alle Höhepunkte rund um das Kalenderjahr miterleben. Ein ganzes High School-Jahr ist aber natürlich teurer als ein oder zwei Terms. Andererseits gibt es viele Posten, die nur einmal anfallen, egal wie lange man bleibt. Dazu gehören zum Beispiel die Kosten für den Flug oder ggf. die Service-Gebühr für die Austauschorganisation.

Wenn du unsicher bist, ob du es „aushältst“, so lange von zu Hause weg zu sein, ist vielleicht ein kürzerer Aufenthalt von ein oder zwei Terms besser für dich geeignet. Ein Vorteil liegt darin, dass deine deutsche Schule in diesem Fall mit großer Wahrscheinlichkeit einverstanden ist, dass du zurück in deine alte Stufe gehst. Beachte jedoch, dass die Anfangsphase stets die größte Herausforderung darstellt. Je länger du bleibst, desto länger ist auch die Zeitspanne, in der du souverän mit Sprache, Alltag und deinem sozialen Umfeld zurechtkommst. Bedauerlich wäre es, genau dann wieder abreisen zu müssen, wenn du gerade begonnen hast, dich wohlzufühlen. Wenn du nach einer Zeit der Eingewöhnung feststellst, dass du deinen Aufenthalt verlängern möchtest, solltest du deine Pläne frühestmöglich mit deinen Eltern und allen anderen Programmbeteiligten besprechen. Dazu gehört neben der neuseeländischen High School natürlich auch die Gastfamilie. Normalerweise ist bei den meisten Schulen eine Verlängerung des Aufenthaltes problemlos möglich.

Da das neuseeländische Schuljahr in vier Terms aufgeteilt ist, bieten sich mehrere Zeitpunkte für den Start an. Entweder beginnst du zum neuseeländischen Schuljahresbeginn Ende Januar oder aber im Juli, nachdem du das Schuljahr in Deutschland abgeschlossen hast. Manche Jugendliche, die nur für drei Monate ins Ausland gehen, entscheiden sich auch für einen Start im April. Nur der vierte Term eignet sich nicht so gut für den Beginn deines Aufenthaltes, denn dann finden die Abschlussprüfungen statt. Dadurch fällt nicht nur eine Menge Unterricht aus – die Kiwis müssen ihre Freizeit auch zum Lernen nutzen, sodass sich wenige Gelegenheiten zu neuen Kontakten ergeben.

Sprachliche Vorbereitung

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Du lernst jetzt bereits seit ein paar Jahren die englische Sprache. Vielleicht besuchst du sogar eine bilinguale Schule, in der einzelne Fächer auf Englisch unterrichtet werden oder hast schon mal eine Sprachreise mitgemacht. In Neuseeland angekommen, kann es sein, dass der komplett auf Englisch stattfindende Alltag dich regelrecht umhaut. Um dich darauf vorzubereiten, solltest du dich schon jetzt so viel wie möglich mit der Sprache umgeben. Englischsprachige Bücher, Filme, Serien und Musik sind ein guter Anfang. Vielleicht kannst du ja deine Familie oder Freunde zu einem Abendessen oder einer Verabredung motivieren, bei der ausnahmsweise nur Englisch gesprochen wird. Ein guter Tipp sind auch Vokabellisten, die du dir zu verschiedenen Themen des Alltags, Reisens oder Unterrichts zusammenstellst und lernst. Wenn du mit dem Academic Advisor darüber sprichst, welche Schulfächer und welche Schwierigkeitsstufen die passenden sind, fallen dir die entscheidenden Vokabeln viel schneller ein, als wenn du dich nicht darauf vorbereitet hättest.

Du & deine Gastfamilie

Familienleben in Neuseeland

Das Leben in einer Gastfamilie unterscheidet sich wahrscheinlich deutlich von dem, was du aus Deutschland gewohnt bist. Vielleicht bist du von Haus aus Einzelkind und in Neuseeland von mehreren kleinen Gastgeschwistern umgeben. Oder du lebst bisher mit deiner Mutter allein und erlebst während des Auslandsjahres das erste Mal den Alltag mit Vater. Manchmal sind Austauschschüler überrascht, wenn sie erfahren, dass die Gasteltern schon etwas älter sind oder noch ein weiterer internationaler Schüler mit ihnen zusammen wohnen wird. Wir empfehlen, einfach offen an die Sache heranzugehen und schon früh in E-Mail- oder Skype-Kontakt zu gehen. Auf diese Weise bauen sich Vorurteile schnell ab und man freut sich, die Gastfamilie bald auch persönlich kennenzulernen.

Doch auch abgesehen von der Personenkonstellation wirst du dich umgewöhnen: Gemeinsame Aktivitäten wie Mahlzeiten, Ausflüge oder die Erledigung von Hausarbeiten laufen wahrscheinlich anders ab als zu Hause. Genau darin liegt die Chance, auch außerhalb der Schule neue Erfahrungen zu sammeln und seine Anpassungsfähigkeit zu trainieren. Und natürlich wirst du, wenn alles gut geht, eine zweite Familie fürs Leben finden, mit der du womöglich noch viele Jahre später in Kontakt bleibst.

Um deine Chancen auf ein gutes Match zu erhöhen, solltest du bereits in deinen Bewerbungsunterlagen für die High School möglichst genau darlegen, wie du so drauf bist. Je genauer du deinen Charakter, deine Hobbys und deine Erwartungen beschreibst, desto besser können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des International Programs eine geeignete Gastfamilie für dich finden. Sicherlich hoffst du, zu netten Leuten zu kommen, die dich in ihr Familienleben einbinden, dir die Umgebung zeigen und mit dir verschiedene Aktivitäten erleben möchten. Diese Erwartungshaltung ist verständlich. Bedenke aber auch, dass die Gastfamilie ebenfalls gewisse Erwartungen an den Jugendlichen haben, mit dem sie mehrere Monate lang ihr zu Hause teilen. Dazu gehört natürlich, dass du dich interessiert am Familienleben und den neuseeländischen Sitten zeigst und gewillt bist, dich einzugliedern. Du möchtest einen bestimmten Nationalpark besichtigen oder deine Gastfamilie typisch deutsch bekochen? Sicherlich freuen sie sich über deine Vorschläge.

Auch der Besuch eines Gottesdienstes ist eine interessante Erfahrung. Selbstverständlich erwarten die Gasteltern absolute Verlässlichkeit, was das Einhalten von Regeln und deine Erreichbarkeit angeht. Gerade am Anfang ist es wichtig, erst einmal einen sehr guten Eindruck zu machen und Vertrauen zueinander aufzubauen. Hier noch ein heißer Tipp: Zeig dich bei der allerersten Begegnung mit der Gastfamilie von deiner besten Seite! Auch wenn du erschöpft von der langen Reise bist: Ein herzliches Lächeln sagt mehr als tausend Worte. Wenn du dann noch die ein oder andere Aufgabe im Haushalt übernimmst, wird euer Zusammenleben bestimmt ein Erfolg! Doch auch außerhalb der eigentlichen Gastfamilie kannst du das neuseeländische Freizeit- und Familienleben kennenlernen. Ein Schulfreund plant mit seiner Familie einen Camping-Trip oder die Nachbarn laden dich zum Barbecue ein? Nimm jede Gelegenheit wahr, etwas zu erleben und deinen Neuseeland-Aufenthalt auf diese Weise unvergesslich zu machen.

Übrigens: In den meisten Programmen erhalten die Gastfamilien für die Aufnahme eines Gastschülers eine Aufwandsentschädigung. Das heißt jedoch nicht, dass sie wegen des Geldes teilnehmen! Importierte Lebensmittel und andere Dinge des Alltags sind teuer in einem Land, das praktisch nur per Langstreckenflug zu erreichen ist. Somit ist ein finanzieller Ausgleich eine große Erleichterung für Familien aus der Mittelschicht. Manche Neuseeländer waren noch nie im Ausland, sind aber daran interessiert, Menschen aus anderen Ländern kennenzulernen und ihnen ihr Heimatland näherzubringen. Schülerinnen und Schüler aus Deutschland sind besonders beliebt, weil sie zumeist schon gut Englisch können und ihre Kultur der angelsächsischen in vielem ähnelt.

Normalerweise haben die Austauschschüler bei rechtzeitiger Anreise erst einmal ein paar Tage schulfrei, um den Jet-Lag zu überwinden, sich in der neuen Umgebung einzufinden und Besorgungen zu machen. Wahrscheinlich brauchst du eine Schuluniform, musst ein paar Einkäufe machen und dir ein Handy besorgen. Frage deine Gasteltern um Rat! Sie haben sich darauf eingestellt, dir den Start zu erleichtern. Damit von Anfang an die Verhältnisse geklärt sind, solltest du mit ihnen außerdem die gegenseitigen Erwartungen besprechen. Finde heraus, ob du dich an bestimmte Regeln halten oder fest Aufgaben übernehmen sollst.

Solltest du doch das Gefühl haben, dass deine Gastfamilie sich nicht für dich interessiert oder dich aus einem anderen Grund nicht wohlfühlst, halte damit nicht hinter dem Berg. Sprich mit den Mitarbeitern, die an der Schule für internationale Schülerinnen und Schüler zuständig sind. Sie sind erfahren im Umgang mit solchen Problemen und vermitteln zwischen den Parteien. Manchmal lassen sich Missverständnisse leicht klären. In anderen Fällen ist es besser, die Gastfamilie zu wechseln. Auch wenn das natürlich nicht der Idealfall ist, brauchst du dir nicht so viele Gedanken um dieses Thema machen. Nach einem Wechsel sind fast alle Jugendlichen sehr zufrieden und profitieren von den gemachten Erfahrungen.

Interessante Alternativen

Internatsaufenthalte in Neuseeland

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Eine interessante Alternative zum Gastfamilienaufenthalt ist das Leben in einem Internat. Unterricht, Freizeit und Schlafen findet dann auf dem Campus statt. Wer also Lust hat, in akademischer Lernatmosphäre viel Zeit mit Gleichaltrigen zu verbringen, sollte einen Internatsaufenthalt in Betracht ziehen.

Ursprünglich waren die neuseeländischen Internate für Kinder und Jugendliche vorgesehen, die so weit außerhalb wohnten, dass die Schulwege nicht zu schaffen gewesen wären. Also verbrachten sie nur die Wochenenden und Ferien zu Hause auf der Farm ihrer Eltern und blieben in der Schulzeit auf dem Campus. Heute machen auch internationale Schülerinnen und Schüler von dieser Schulform Gebrauch.

Wie auch an Tagesschulen wird der Stundenplan individuell mit einem Academic Advisor besprochen. Die Betreuung internationaler Schülerinnen und Schüler ist in jeder Hinsicht von Anfang an gewährleistet. Gleich zu Beginn findet eine Orientierungsveranstaltung statt, bei der du mit allen Gebäuden, Sitten und Regeln vertraut gemacht wirst. Wahrscheinlich hast du einen Room Mate, also je nachdem einen Jungen oder ein Mädchen, mit dem du dein Zimmer teilst. Natürlich kommen zwei Room Mates nie aus dem gleichen Land, damit sie auf jeden Fall Englisch miteinander sprechen. Generell ist man am Internat selten allein, auch außerhalb des Unterrichts. Mahlzeiten, Lernen und Freizeitaktivitäten finden in der Regel gemeinsam statt. Überhaupt ist an einem neuseeländischen Internat eigentlich immer was los: Wettkämpfe, Partys und andere Aktionen sorgen dafür, dass für Heimweh gar keine Zeit bleibt. Du solltest dich also auch darauf einstellen, dass der Schultag klar durchstrukturiert ist. Je nach Ausrichtung finden morgens nach dem gemeinsamen Frühstück kurze Gottesdienste oder Schulversammlungen statt. Danach geht dann der Unterricht los, der von einer längeren Lunch-Pause zur Mittagszeit unterbrochen wird. Nach den Kursen stehen Sport oder andere Aktivitäten wie Musik oder Theater auf dem Plan. Abends werden noch Hausaufgaben erledigt oder man sitzt nach dem Dinner im Common Room noch gemütlich mit Freunden zusammen, bevor es um 22 oder 23 Uhr ins Bett geht.

An den Wochenenden gibt es dann ausreichend Gelegenheit, den zahlreichen Outdoor Activities nachzugehen. Die Schulen bieten Ausflüge, Camping Trips und Sport Events an, bei denen man seine Mitschüler noch einmal von einer anderen Seite kennenlernt und vor allem die spektakuläre Natur Neuseelands erlebt. Dank der hervorragenden Ausstattung der Boarding Schools kann man seine Freizeit am Wochenende auch auf dem Sportplatz verbringen oder, wenn eine Stadt in der Nähe ist, zum Shoppen oder Kaffeetrinken in die City fahren.

Bei Fragen oder Problemen wendet man sich an eine der Betreuungspersonen, die auf dem Campus leben. Normalerweise fühlen sich Boarding-Schüler aber sehr wohl, denn sie merken schnell, wie das neue Umfeld sie selbstbewusster, aktiver und verantwortungsvoller macht.

So kommst du gut durch alle Phasen deines Aufenthalts!

Auf und Ab der Gefühle

Culture Shock: Wer das erste Mal ein Land besucht, das sich stark von der eigenen Heimat unterscheidet, erlebt oft den sogenannten Kulturschock. Viele Menschen machen in der neuen Umgebung eine Reihe von Erfahrungen durch, die einander in Art und Folge ähneln. Vielleicht empfindest du an deinen ersten Tagen in Neuseeland genau „nach Modell“ - genauso gut kann es aber auch sein, dass deine persönliche Gemütskurve ganz anders verläuft. In jedem Fall ist es sinnvoll, sich schon vor dem Auslandsaufenthalt damit auseinandersetzen, welche Gefühle auf dich zukommen können und wie man sich am besten verhält. Schon alleine zu wissen, dass es vielen anderen ähnlich geht, kann eine große Hilfe bei negativen Gefühlen wie Heimweh sein.

Honeymoon-Phase: Wie in den Flitterwochen fühlen sich Austauschschüler in den ersten Stunden und Tagen im Gastland. Kein Wunder, denn die Gastfamilie strahlt beim Abholen am Flughafen übers ganze Gesicht, und vom Auto aus begeistern dich die ersten Eindrücke von der grandiosen Landschaft. Im Allgemeinen sind Neulinge erst einmal optimistisch und freuen sich auf die vielen neuen Erfahrungen der nächsten Tage. Als trügen sie eine rosarote Brille, fallen ihnen negative Sachen in der Honeymoon-Phase nicht auf oder bewerten sie zunächst sogar positiv.

Phase der Entfremdung: Früher oder später kippt bei dem ein oder anderen Austauschschüler die Stimmung. Nach ein paar Tagen stehst du in Gastfamilie und Schule nicht mehr unter „Welpenschutz“, doch du hast dich womöglich noch nicht eingewöhnt. Haben am ersten Tag alle noch ganz langsam gesprochen, quasseln deine Gastgeschwister dich nun so schnell auf Englisch zu, dass du nicht mehr mitkommst. Von den Mitschülern, die zu Beginn superfreundlich auf dich zugekommen sind, fühlst du dich ignoriert, und in den spannendsten Kurs bist du nicht reingekommen. Du hast Magenprobleme vom neuen Essen, findest den Familienhund komisch und kommst mit den Wasserhähnen nicht zurecht. In dieser Situation ist es verführerisch, sich ins eigene Zimmer zurückzuziehen, viel mit den Eltern oder Freunden zu telefonieren oder zu mailen und vielleicht sogar über eine verfrühte Rückkehr nach Hause nachzudenken. Wie findet man aus dieser miesen Stimmung wieder heraus? Nur aus eigener Kraft!

Recovery-Phase

  1. Drüber reden! Wenn du traurig bist oder Heimweh hast, such das Gespräch mit einer netten Person vor Ort. Du hast einen guten Draht zum Gastvater oder die Koordinatorin des internationalen Programms bietet dir ein offenes Ohr an? Vertrau dich jemandem an, und du wirst sofort feststellen, dass es dir besser geht. Die Kiwis stecken einen mit ihrer Lockerheit und guten Laune an und haben viele Ideen, wie sie dich von deinem Blues ablenken können
  2. Aktiv werden! Lenk dich mit Beschäftigungen ab. Melde dich zu Clubs in der Schule an und sag immer „Ja“, wenn dich jemand fragt, ob du ihn begleiten willst. Deine Gastmutter dreht eine Runde mit dem Hund? Eine super Gelegenheit, die Nachbarschaft kennenzulernen! Ein Lehrer nimmt ein paar Schüler mit auf einen Angelausflug? Klasse, so lernst du eine typisch neuseeländische Freizeitbeschäftigung kennen! Du bist schließlich ins Land der langen, weißen Wolke gekommen, um den typischen Kiwi-Lifestyle kennenzulernen. Vergiss auch nicht, selbst immer mal wieder die Initiative zu ergreifen. Frag einfach eine Gruppe Mitschüler, ob du dich in der Pause zu ihnen setzen kannst – sicherlich werden sie zustimmen und dich in ihr Gespräch einbeziehen. Deine Gasteltern freuen sich, wenn du dich abends zu ihnen ins Wohnzimmer setzt, anstatt Trübsal in deinem Zimmer zu blasen. Du wirst sehen: Im Nu fühlst du dich wie zu Hause!

Phase der Anpassung: Bei einem Ganzjahresaufenthalt ist dies die längste Phase. Man fühlt sich ganz normal, wie ein Mitglied der Familie bzw. der Schulgemeinschaft. Man hat ein paar echte Freunde gefunden, mit denen man über alles reden und jede Menge Spaß haben kann. Mit dem Englisch kommst du inzwischen super zurecht, du hast eine deutsche Bäckerei ausfindig gemacht und erste Erfolge im Schulsport erzielt. Auch an die typisch neuseeländischen Eigenheiten, die einen in der Entfremdungsphase gestört haben, akzeptiert man nun, anstatt sie immer mit den deutschen zu vergleichen. All das sind deutliche Zeichen dafür, dass man „angekommen“ ist und die neue Kultur verinnerlicht hat. Natürlich gibt es zwischendurch immer mal Tiefs – wie in Deutschland auch. In der Weihnachtszeit kann einen unvermittelt das Heimweh treffen, oder ein Streit mit deiner Gastschwester macht dir schlechte Laune. Längst hast du jedoch gelernt, deine Probleme selbst zu lösen und nach vorn zu sehen. Genieße diese Zeit, so gut es geht! Denn eh du dich versiehst, rückt der Abschied näher.

Die Zeit vor der Rückkehr: Viele Austauschschüler erleben in der Schlussphase des Auslandsaufenthalt ein regelrechtes Wechselbad der Gefühle. Vorfreude auf Familie und Freunde in Deutschland wechselt sich ab mit einer Wehmut bei dem Gedanken daran, Neuseeland und die neugewonnenen Freunde lange, vielleicht nie wiederzusehen. Stadtkinder, die ihr Jahr in der neuseeländischen Provinz verbracht haben, freuen sich einerseits auf das Großstadtleben und werden andererseits die Strandnähe vermissen. Wahrscheinlich wirst auch du dich wundern, wie schnell deine Zeit am anderen Ende der Welt vergangen ist, seit du aus dem Flieger gestiegen bist. Versuche, diese spezielle Phase bewusst zu genießen und mach dir rechtzeitig Gedanken darüber, wie du den Abschied von deiner Gastfamilie und den engsten Freunden gestalten willst. Ein „Thank you“ aus vollem Herzen ist in jedem Fall ein guter Anfang!

Umgekehrter Kulturschock: Viele können sich etwas unter Kulturschock vorstellen, aber nur wenigen ist klar, dass einen auch bei der Rückkehr nach Hause ähnliche Gefühle befallen können. Ist die erste Wiedersehensfreude abgeebbt, empfinden manche Returnees wieder Gefühle der Entfremdung und Ernüchterung, insbesondere, wenn beispielsweise gute Freunde kaum Interesse an deinen Erfahrungen zeigen.

Wiedereingliederung: Dieses Mal wirst du noch schneller aus deinem Tief herauskommen, denn du kennst inzwischen Methoden, dich selbst wieder auf die Spur zu bringen. Versuche, offen zu sein, dich ebenfalls für deine Umgebung zu interessieren und nicht zu schnell zu urteilen, und du wirst dich im Nu wieder zu Hause fühlen.

Neuseeland entdecken mit organisierten Reisen

Kiwi Tours

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Selbstverständlich geht es bei einem Auslandsschulaufenthalt, wie der Name schon sagt, vor allem um das Kennenlernen des Schullebens. Trotzdem ist es in einem Land wie Neuseeland geradezu ein Muss, in der schulfreien Zeit auch ein wenig umher zu reisen. Die Landschaften und die Kultur sind einfach einmalig auf der Welt, und da es so weit von Deutschland entfernt liegt, kommt die nächste Gelegenheit wahrscheinlich nicht so schnell wieder. Allerdings kannst du als Minderjähriger nicht einfach alleine losziehen, und deine Gasteltern haben vermutlich auch nicht ständig Zeit, mit dir das Land zu erkunden. Deshalb gibt es Reiseveranstalter, die darauf spezialisiert sind, Austauschschülern solche Erfahrungen während der Ferienzeiten zu ermöglichen. Auf Trips über die Nord -oder die Südinsel werden die Jugendlichen in internationalen Gruppen betreut und begleitet. So kann man beispielsweise einen dreitägigenTrip in die Hauptstadt Wellington buchen und dort das Nationalmuseum besuchen oder shoppen gehen. Auf längeren Reisen während der Prüfungszeit im November und Dezember kann man die Nordinsel mit ihren Surfspots, Wäldern, Maori-Dörfern und Hotpots entdecken. In Neuseeland gibt es so viele beeindruckende Naturerlebnisse und Nationalparks, dass sich jede Reise absolut lohnt!

Informiere dich am besten vor Ort im International Office deiner neuseeländischen Schule: hier gibt es Erfahrungswerte zu den Tour-Veranstaltern, es werden Empfehlungen ausgesprochen und letztlich brauchst du auch die Zustimmung der Schule zur Tour-Teilnahme.

Tipps für organisierte Touren erfahrener Veranstalter:
NZ direct: http://www.studenttours.co.nz

NZET – New Zealand Educational Tours: http://www.nzet.com

Jetzt Alex fragen

   
   
   

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